Einmal beim "Head of the river race" dabei zu sein, das ist der Traum von vielen Ruderern. Der neu formierte Regensburger Männerachter erfüllte sich diesen und machte sich Ende März zu einem ersten Saisonhighlight nach London auf. Die traditionsreiche Strecke führt quer durch London über 6,8 km von Mortlake nach Putney. Eine Woche später findet auf gleicher Strecke das legendäre Boatrace zwischen den Universitätscrews aus Oxford und Cambridge statt.
Das junge Team um Trainer Karl "Hugo" Straube mit Ruderern aus Klub und Verein hatte sich im vergangenen Herbst als ehrgeiziges Ziel einen Start auf der Deutschen Großbootmeisterschaft über 2000m als Ziel gesetzt. Über den Winter hatte sich die Mannschaft schon in vielen Schweiss treibenden Trainingseinheiten auf dem Ergometer und im Kraftraum eine Grundlage für die nun bevorstehenden Aufgaben angeeignet. Nun galt es die eigene Leistungsfähigkeit gegenüber 420 Achtern, darunter Nationalmannschaften, Olympiateilnehmer, aber auch vielen Englischen Collageachtern, unter Beweis zu stellen.
Eine Besonderheit dieses Rennens sind die wechselnden Strömungsverhältnisse: Die im vorherigen Jahr gut platzierten Achter starten zu Beginn und haben aufgrund der Tide die meiste Strömung, die zu den höheren Startnummern hin immer mehr abnimmt. An Nummer 345 gesetzt also nicht die besten Vorraussetzungen für die Domstädtler. Unbeeindruckt davon ruderte das Team ein beherztes Rennen, überholte mehrere Achter fuhr mit einer Zeit von 18:56 min über 200 Plätze auf Rang 128 vor. Nach bekannt werden des Resultats war die Freude in der Mannschaft groß, zumal ein höher eingeschätztes bayerisches Boot deutlich distanziert werden konnte. Auch der Vergleich mit den 25 anderen gestarteten deutschen Klubachtern ließ sich durchaus sehen: Mit der neunt schnellsten Zeit konnten u.a. Boote aus der Zweiten Ruder Bundesliga bezwungen werden.
Blieben nun noch eineinhalb Tage Zeit, um sich in der zweitgrößten europäischen Stadt ein wenig umzuschauen. Eine Sightseeingtour zu den bekannten Touristenattraktionen und der Besuch des ältesten Rudervereins der Welt, dem Leander Boat Club und dessen eindrucksvoller Flotte waren nur einige Unternehmungen.
Der Dank der Mannschaft gilt allen, die im Vorfeld die Weichen für die Zusammenarbeit der beiden Regensburger Rudervereine/klubs gestellt haben und dieses Projekt ermöglicht haben.
Außerdem hat sich Ragnar um viel Organisatorisches gekümmert und den Ruderern so den Rücken in der "großen Stadt" freigehalten. Nicht zuletzt gilt der Dank Hugo, der mit großem Engagement die regelmäßigen Trainingseinheiten leitet und die Truppe zusammen und bei Laune hält.